Quasimodo

Quasimodo - die Gaudirallye des
Automobil-Club München von 1903 e.V.

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Quasimodo vom 10. April 2005

Obwohl schon seit etwa 20 Jahren aktiv bleibt Quasimodo doch ewig jung und beliebt. Der heurige „Querdenker“ Bernd Botschen hatte die ganze Familie beauftragt, auszuschwärmen, um nach Rätselaufgaben, Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten zu suchen, um uns dann pünktlich am 10.April am Startort begrüßen zu können. Das als Nennungsbestätigung verschickte Rätsel, mit Hilfe dessen das „Leiberheim“ als solcher erkannt werden musste, war recht schnell zu lösen. Zuvor aber waren wieder – wie wahrscheinlich nicht nur im ACM üblich – viele sehr langsam (mit Abgabe der Nennung!). Dies macht es natürlich jedem Veranstalter schwer, speziell eine Einkehr zu planen. Aber ich kann mir auch gut (und aus eigener Erfahrung) vorstellen, dass beim Veranstalter Frust einkehrt, wenn man so lange nicht weiß, für wen man sich da eigentlich abmüht. Aber genug der Kritik: Letztlich hatten sich doch 30 Teams mit insgesamt mehr als 70 Personen eingefunden. Besonders erfreulich, dass viele Jugendliche Interesse gezeigt hatten, sich unter die „Alten“ zu mischen und dann aber auch hochmotiviert und ganz offensichtlich recht begeistert bei der Sache waren. Gestärkt mit schnell servierten (und wohlschmeckenden) Weißwürsten und dem notwendigen flüssigen „Stoff“ konnten wir pünktlich unsere Unterlagen abholen und uns an die ersten Aufgaben machen.
Schon bei der Ausfahrt zur Putzbrunner Str. war diese fällig: Wie viele „blau-weiße“ Märchen- und Fabelwesen begegnen euch auf dem Weg bis zur Putzbrunner Straße? Die Gänsefüßchen an blau-weiß zeigte dem erfahrenen Quasimodoteilnehmer schon, dass sich dahinter etwas verbarg – nämlich Straßenschilder. Somit war das Zählen reine Routine. Über Putzbrunn und Glonn führte uns der Weg – immer gespickt mit Aufgaben (z.B.: Beim „Fauna-Buch“ ist welche Rotlicht-Lokalität? Es war da was zu lesen von Brem’s Tierleben – und wenn man rundum aufmerksam schaute, sah man etwas von einem Schweine-Kino!) Es ist immer wieder bewundernswert, wie Quasimodo aus eigentlich alltäglichen Dingen, die uns beim Vorbeifahren sicher nicht auffallen würden, Möglichkeiten herausliest, Fragen in verdrehter Form zu stellen. Lautet dann die Frage 13 „wie viele Hunde müssen gegenüber der Kirche „draußen bleiben?„ und man sieht ein Schild mit zwei Hunden, liegt die Antwort „zwei“ nahe. Quasimodo klärt uns aber berechtigt auf, dass hier alle Hunde draußen bleiben müssen.
Es würde zu weit führen, alle Fragen und Antworten hier aufzuführen (wer neugierig ist, soll doch nächstes Jahr mitfahren, dann „erfährt“ er alles aus erster Hand), aber nach umfangreicher Aufgabenstellung näherten wir uns über Egmating, Lindach Frauenreuth dem Etappenziel, dem wunderschönen Gasthof Stahuber in Thal, wobei vorher noch die inzwischen zwar bekannte, aber immer noch berüchtigte Chinesen-Rallye „verkehrtherum“ zu bewältigen war. Wenn auch durch einen organisatorischen Fehler des Wirtes (er hatte für uns nur eine Bedienung eingeteilt und einige bekamen deshalb nicht das wohlverdiente Mittagessen!) bei manchen Ärger aufkam, so war doch die Wahl gut. Schöne Räumlichkeiten, gutes und bezahlbares Essen und bestes (Maxlrainer und Ayinger) Bier. Herz, was willst Du mehr? Die Beifahrer hatten bei Ankunft einen Slalom zu laufen, um den zahlenmäßigen Unterschied an Fahrzeuginsassen auszugleichen. Das geforderte Foto vom Fahrer war über Führerschein oder Ausweis leicht vorzuweisen, origineller war aber z.B. das Porträt, das Doris Littich von ihrem „Driver“ anfertigte. Als erfahrene Quasimodoteilnehmer wurden die in der Pause ausgegeben Unterlagen für den zweiten Teil vor Abfahrt gründlich studiert – warteten doch die ersten Aufgaben bereits in Thal! Interessant wie manches Ergebnis hier auch eine Lösung auf die Frage „Wenn ihr alle hier vorgeschlagenen
Wanderwege (drei Schilder neben dem Gasthaus) gehen wollt, braucht ihr wie viele Minuten? Vom Schnellsten mit 3 ¼ Minuten über 9,5 min. näherte man sich er richtigen Antwort von 255 min.! Vier Aufgaben waren zu lösen, bevor man sich wieder daran machen konnte, die nächsten Ziele zu suchen und anzufahren.
Weiter ging`s nach Antholing über die „weiche, grüne Stelle“ (das Moos), bis gemeinerweise gefragt wurde, seit wann es das Maxlrainer Bier gibt! „Vorausleser“ hatten diese Frage bereits im Gasthof Stahuber gelöst – so ist eben Quasimodo! Wieder über Lindach, durch Jakobsbaiern, Weidach Richtung Kübling. Lauter vorher unbekannte Dörfer, die sich aber zum großen Teil als sehenswert erwiesen. Merke: Mit Quasimodo lernst Du Bayern (oder zumindest einen Teil davon) kennen! Im Vorbeifahren sah man die „höchste Bank in Baiern“, nämlich die Raiffeisenbank im gleichnamigen Ort, musste erkunden, dass der Ur-Quasimodo „Wagner“ hieß und konnte sehen, dass unser „etwas durcheinandergewürfelter Club“ am 15.Mai laut Plakat als AMC eine Schaumparty veranstaltet. Fast wie Fredl Fesl bei seiner berühmten Taxifahrt ging es „nach dem Maibaum links“, rechts ab nach Gailing,
Richtung Glonn um nach etwa weiteren 40 Fragen ausgelaugt, zerstritten, aber wieder einmal tief zufrieden im Leiberheim zu landen. Quasimodo hatte gesiegt, der Club hatte gesiegt, die Teilnehmer auch. Herz, was willst Du mehr?
Nach einer sehr schnellen Auswertung konnte zur Siegerehrung geschritten werden (Ergebnisse nachfolgend). Quasimodo Berndt war stolz, dass er die Teilnahme von 3 Präsidenten erleben konnte (der Pabst musste dazu erst sterben), die Teilnehmer sicher zum größten Teil glücklich und zufrieden – die Sieger Sonja Miller und Karl Haberl mit gemischten Gefühlen – Siegen ist schön, es beim nächsten Mal machen zu müssen weniger – geschieht Euch recht, warum habt Ihr nicht, wie wir, einiges falsch beantwortet? Auf einem der Fotos erkennbar der schöne Wanderpokal (eine mit den Namen der jeweiligen Sieger versehene Kerze) wurde im letzten Jahr gefertigt und gestiftet von Regina Fiegert – herzlichen Dank für dieses schöne Stück.
Dem Quasi und seinem gesamten Team großen Dank für die viele Arbeit (und auch die damit verbundenen Kosten wie Probeessen usw.!) , super war’s, wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr.
Ferdinand Bauer

Ergebnisse Quasimodo 2005

  1. Haberl, Karl / Miller, Sonja 179
  2. Mendheim, Florian 171
  3. Wagner, Uli 167
  4. Ostermeier, Thomas 167
  5. König, Christoph 162
  6. Fiegert, Peter 161
  7. Gutsmiedl, Astrid 160
  8. Korb, Günter 158
  9. Dany, Peter 155
  10. Quegwer, Martin 153
  11. Ostermeier, Monika 152
  12. Nerbl, Schorsch 150
  13. Egerland, Heinz 147
  14. Ostermeier, Stefan 147
  15. Bauer, Ferdinand 147
  16. Bolzer, Gerhard 146
  17. Littich, Ferdinand 144
  18. Feicht, Susi 139
  19. Huber, Hans 139
  20. Wagenführer, Lulu 138
  21. Mogalle, Marco 136
  22. Fiegert, Wolfgang 133
  23. Mavec, Sina 130
  24. Koch, Hans 117
  25. Dierich, Alexander 116
  26. Stinglwagner, Mathias 106
  27. Demuth, Herrmann 103
  28. Föhringer, Andreas 102
  29. Brehm, Gerhard 97
  30. Turnwald, Andreas 92

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